1900
In der Köllnischen Vorstadt entsteht ab 1900 auf ehemaligem Forstland die Kolonie "Wendenheide". Das bereits seit 1890 vom Köpenicker Gaswerk mit Gas versorgte Friedrichshagen erhält an der Seestraße (heute etwa Müggelseedamm / Ecke Charlotte-Pauly-Straße) ein eigenes Gaswerk.
1990 - 1.Januar
Gustav Müller eröffnet die "Schankwirtschaft Rübezahl".
1990 - 1. Dezember
Bei der Volkszählung werden 20 924 Einwohner und 670 Gehöfte ermittelt. In der Altstadt wohnen 4 313 und in den Vorstädten 16 611 Personen.
1901
Gründung der ersten Genossenschaftsbrauerei Deutschlands in Friedrichshagen. Das neue Pfarrhaus in der Kirchstraße wird fertiggestellt. In der Luisenstraße entsteht ein neues Gebäude für die katholischen Schulkinder. Die Köpenicker Lindenstraße wird neu gepflastert. Die AEG (NAG) beginnt auf dem Gelände ihres Kabelwerkes in Oberschöneweide mit der Produktion des sogenannten "Klingenberg-Wagens". Errichtung des Straßenbahndepots in der Nalepastraße in Oberschöneweide Gründung des ersten deutschen Damenruderclubs in Friedrichshagen. Im März treten die Arbeiter der Köpenicker Linoleumfabrik in einen Lohnstreik.
1901 - 14. Juli
Einweihung des St. Josefstifts in der Annenallee.
1901 - 15. August
Inbetriebnahme der Straßenbahn-verbindung zwischen Oberschöneweide und Köpenick. Im August wird mit dem Bau des neuen Köpenicker Rathauses begonnen.
1901 - 1. Dezember
Nach zweijähriger Bauzeit wird das neue Amtsgericht Köpenick am Hohenzollernplatz (heute Mandrellaplatz) seiner Bestim-mung übergeben.
1902
Die Stadt erwirbt in der Borgmannstraße vom Bankhaus Sörgel und Parrisius Et Co. A.G. 4 801 Quadratmeter Bauland für den Bau eines neuen Schulhauses. Im Februar streiken die Arbeiter der "Norddeutschen Eiswerke AG." Der Friedrichshagener Otto Wels nimmt am SPD-Parteitag in München teil.
1902 - 8. Dezember
Grundsteinlegung für den Turm des neuen Köpenicker Rathauses.
1903
Die Stadt erwirbt an der sogenannten "Toten Ecke" (südliches Spreeufer und nördlich der heutigen Salvador-Allende-Brücke) Bauland für die Errichtung des Klär- und Elektrizitätswerkes. Die Städtische Sparkasse am Schloßplatz wird eröffnet. Die Straßen aut dem Uettingschen Feld werden reguliert und gepflastert. Ende 1903 wird die Stadt durch 265 Gaslaternen beleuchet. Zwischen Spindlersfeld und Niederschöneweide fährt die erste AEG-Einphasen-Wechselstrombahn Europas.
Einweihung des Waldfriedhofes in Oberschöneweide
1903 - 14. Februar
Zwischen der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft (AEG) und der Stadt wird ein Vertrag über die Errichtung neuer Straßenbahnlinien vom Schloßplatz zum Bahnhof Köpenick, zum Bahnhof Spindlersfeld sowie nach Wendenschloß unterzeichnet.
1903 - 1. April
Das in das Gebäude des Amtsgerichtes am Hohenzollernplatz (heute Mandrellaplatz) eingezogene Gewerbegericht nimmt seine Tätigkeit auf.
1903 - 16. Mai
Im Industriegebiet Oberschöneweide bricht ein Lohnstreik aus, an dem sich 2 200 Kabelwerker und 150 NAG-Beschäftigte beteiligen.
1903 - 14. Juni
Einweihung der Christophorus-Kirche in Friedrichshagen. Im Juni beginnen die Bauarbeiten für die Treskow-Brücke über die Spree in Oberschöneweide. (Neubau 1934 / Wiederherstellung nach Zerstörung 1955)
1903 - 11. August
Inbetriebnahme der elektrischen Straßenbahnverbindung vom Schloßplatz zum Bahnhof Köpenick.
1903 - 2. Oktober
Eröffnung der elektrischen Straßenbahnverbindungen vom Schloßplatz zum Bahnhof Spindlersfeld und nach Wendenschloß.
1903 - 2. November
Eröffnung der 6. und 7. Gemeindeschule in der Borgmannstraße (Dammvorstadt).
1904 - 31. März
Die Arbeiter der chemischen Fabrik "Landhof Et MeyeC in Grünau treten in einen Lohnstreik.
1904 - 16. Oktober
Einweihung der Bismarckwarte auf den Müggelbergen.
1905
Unter der Leitung Hugo Schüßlers werden im Stadtgebiet Köpenick die Arbeiten am Kanalisations-und Trinkwassernetz aufgenommen. Beginn der Bauarbeiten für das Köpenicker Klär- und Elektrizitätswerk. In Friedrichshagen wird der Schulneubau für das Realgymnasium (heute Wilhelm-Bölsche-Gymnasium) in der Schulstraße (heute Aßmannstraße) übergeben. Der Bauunternehmer Ernst Rubien gibt das "Cöpenicker Tageblatt" heraus. Einweihung eines "Postamtes 1. Klasse" in Oberschöneweide. In diesem Jahr sterben in Müggel-heim der Begründer der Arbeiter-wanderbewegung Curt Grottewitz und in Wilhelmshagen die sozialdemokratische Schriftstellerin Clara Müller-Jahnke.
1905 - 1. April
Eröffnung des Ratskellers im Rathaus Köpenick.
1905 - 22. September
Streikbeginn für die Arbeiter des Berliner Elektrizitätswerkes Oberschöneweide.
1905 - 7. Oktober
Feierliche Einweihung des neuen Köpenicker Rathauses.
1906
Im Wäschereiunternehmen Spindler treten 1 800 Beschäftigte in einen fünfwöchigen Lohnstreik. Auf der Grundlage der neuen Kreisordnung vom 13. Dezember 1872 beantragt die Stadt erfolglos die Ausgliederung aus dem Kreis Teltow. Erbauung der Abwasserpumpstation am ehemaligen Stadtpark (heute Platz des 23. April) nach einem Entwurf des Stadtbaumeisters Hugo Kinzer. Fertigstellung des nach Plänen von Albert Eveking und Joseph Schewe errichteten Gebäudes für die "Cöpenicker Bank" an der Straße Freiheit / Ecke Kirchstraße. Im Sommer wird das Wirtshaus "Krampenburg"eröffnet. Inbetriebnahme der Strassenbahnverbindung von der Kaiser-Wilhelm-Straße (heute Seelenbinder-straße) zum Wasserwerk Friedrichshagen.
1906 - 1. Mai
Maifeier im Kabelwerk Oberspree. Im Unternehmen arbeiten 4 995 Arbeiter und Angestellte.
1906 - 2. Juni 1906
Übergabe des Teltow-Kanals und Fertigstellung der Grünauer Brücke als "Kronprinz-Wilhelm-Brücke".
1906 - 17. Juni
Gründung des Sportclubs SC Olympia Oberschäneweide (ab 7. März 1920 SC Union Oberschöneweide).
1906 - 1. Oktober
Der Kaufmann Otto Asseburg schenkt der Stadtgemeinde sein Grundstück Schloßstraße 20 mit der Auflage, dort einen Park zum Andenken an seine Schwester Luise anlegen zu lassen. Damit entsteht die erste öffentliche Parkanlage Köpenicks. Feierliche Inbetriebnahme des Städtischen Elektrizitätswerkes Köpenick.
1906 - 16. Oktober
Spektakulärer Auftritt des arbeitslosen Schusters Willhelm Voigt als "Hauptmann von Käpenick" im Köpenicker Rathaus. Voigt läßt in der Uniform eines Hauptmanns und unter Mithilfe des Militärs den Köpenicker Bürgermeister Dr. Georg Langerhans und den Stadtkassenrendanten von Wilt-berg verhaften und beschlagnahmt einen Teil der Stadtkasse mit 4000,37 Reichsmark. Er wird am 26. Oktober verhaftet, am 2. November zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren verurteilt und nach zwei Jahren vom Kaiser begnadigt.
1906 - 6. November
Fertigstellung der Kirche für die katholische St. Franziskus-Gemeinde in Friedrichshagen.
1906 - 14. Dezember
Einweihung der Friedenskirche in Grünau.
1907 - 1. April
Das Kanalisations- und Wasserleitungssystem im Köpenicker Stadtgebiet wird in Betrieb genommen. Gleichzeitig erfolgt die Übergabe des von Hugo Kinzer projektierten Wasserwerkes Köpenick am Fuße der Müggelberge. Eröffnung der Ausflugsgaststätte "Prinzengarten" (heute Müggelseeperle). In Oberschöneweide ist die Zahl der SPD-Mitglieder von 130 im Jahre 1898 auf über 1 000 gestiegen.
1907 - 3. November
Einweihung der katholischen St. Antoniuskirche in Oberschöne. In Köpenick werden 709 Arbeitslose, darunter 29 Frauen, registriert. Am Brandenburgplatz in der Dammvorstadt wird die 8. Gemeindeschule ihrer Bestimmung übergeben. (1943 ausgebombt) Inbetriebnahme des Rahnsdorfer Gaswerkes. Aufnahme des Straßenbahnverkehrs vom Bahnhof Köpenick nach Mahlsdorf.
1908 - 2. April
Einweihung eines neuen Schulhauses in der Freiheit für die Mädchen-Mittel-Schule, ab Ostern 1911 Höhere Mädchenschule, Dorotheenschule, ab 1915 Dorotheen-Lyceum.
1908 - 31. Mai
Eröffnung des "Familien-Bades Grünau als erste Freibadeanstalt für Männer und Frauen in Berlin.
1908 - 20. Juni
Übergabe der neuen Stubenrauchbrücke in Oberschöneweide.
1908 - 6. November
Einweihung der Christuskirche in Oberschöneweide.
1909 - 11. Juni
Inbetriebnahme der Straßenbahnverbindung vom Köllnischen Platz zum Bahnhof Grünau.
1910
Baubeginn für die im Auftrag der Berliner Baugesellschaft errichteten Landhauskolonien Uhlenhorst (1914) und Köpenick-Nord (Gartenstadt). In Oberschöneweide werden ein Realgymnasium und ein Lyceum eröffnet. Gründung der "Albatros-Werft" in Friedrichshagen.
1910 - 1. Januar
Eröffnung der ersten Köpenicker Volksbibliothek auf dem Schloßplatz.
1910 - 22. Mai
Einweihung der Waldkapelle Hessenwinkel. Entwurf Peter Jürgensen und Jürgen Bachmann.
1910 - 30. Juni
In Köpenick werden 1 146 SPD-Mitglieder, unter ihnen 918 Abbonenten des "Vorwärts", gezählt.
1910 - 25. September
Eröffnung des Königin-Elisabeth-Hospitals in Oberschöneweide.
1910 - 25. Oktober
Einweihung der Synagoge auf dem Grundstück Freiheit 8.
1911
Mit der Eröffnung eines "Wander-Kinemathographen" in der Grünauer Straße beginnt der Kinospielbetrieb in Köpenick. Friedrichshagen erhält elektrischen Strom vom Städtischen Elektrizitätswerk Köpenick.
1911 - 6. Januar
Eröffnung des Realgymnasiums "Körnerschule", der späteren Hegelschule, in der Lindenstraße (heute Berufsfachschule für Sozialwesen "Friedrich Fröbel").
1911 - 9. April
Einweihung der nach Plänen der Architekten Peter Jürgensen und Jürgen Bachmann entstandenen Taborkirche in Wilhelmshagen.
1911 - 30. Juni
Die Stadt Berlin erwirbt die Wuhlheide für rund 10 Millionen Reichsmark von der Preußischen Forstverwaltung.
1911 - 7. Oktober
In Oberschöneweide treten die Former der NilesWerke in einen Lohnstreik.
1912
Die Ortsbezeichnung Müggelsheim wird durch Müggelheim ersetzt. Bildung des Zweckverbandes Groß-Berlin.
1912 - 26. Mai
Eröffnung des "Strandbades Müggelsee" durch die Freibad Müggelsee GmbH.
1912 - 15. August
Der Magistrat genehmigt den Betrieb der Schmöckwitz-Grünauer-Uferbahn.
1912 - 29. September
Inbetriebnahme der Straßenbahnverbindung vom Bahnhof Spindlersfeld zum Bahnhof Adlershof. Damit ist die Betriebslänge der Bahn auf 27,45 Kilometer angstiegen. 1913 werden auf dieser Strecke mit 190 Mann Personal. 1 772 000 Wagenkilometer gefahren und 6 310 000 Personen befördert.
1914
Ausbruch des Ersten Weltkrieges.
1914 - 3. Januar
Nach zweijähriger Bauzeit wird das neue Krankenhaus in der Achenbachstraße, heute Salvador-Allende-Straße, mit einer Kapazität von 180 Betten übergeben.
1914 - 12.Januar
Eingliederung der Gutsbezirke Rahnsdorf und Wilhelmshagen in die Landgemeinde Rahnsdorf.
1914 - 1. Juli
Inbetriebnahme des Wasserwerkes Wuhlheide.
1914 - 5. August
Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges beschließt der Köpenicker Magistrat Notmaßnahmen, darunter die Organisation der Verwundeten- und Krankenpflege sowie die Sammlung von Spendenmitteln für Kriegswitwen. Im September treffen die ersten Verwundetentransporte in Köpenick ein, die auf die Lazarette Spindlersfeld, Wuhlheide und Hirschgarten aufgeteilt werden. In der Stadt Köpenick gibt es 1753 Gas- und 238 elektrische Straßenlaternen.
1915
Bildung der Waffenwerke Oberschöneweide als Teilunternehmen der Kriegsmetall-AG. Diese Aktiengesellschaft besteht aus dem Kabelwerk Vogel (ab 1916), der Albatroswerft und sämtlichen Oberschöneweider Metallbetrieben. 1917 sind hier über 25 000 Arbeiterin der Rüstungsproduktion tätig. Im Auftrag des "Deutsch-Israelitischen Gemeinde-Bundes" entsteht auf dem Grundstück Mahlsdorfer Straße 94 in Köpenick-Nord eine "Mädchenfürsorgeanstalt".
1916
In der Friedrichshagener Straße errichtet die Aktien-Gesellschaft C.J. Vogel ein neues Kabelwerk für die Produktion von Stark- und Schwachstromkabeln.
1917
In den Müggelbergen wird eine neue Rodelbahn angelegt.
1917 - 16. April
In Oberschöneweide treten mehr als 23 000 "Rüstungswerker" in einen Lohnstreik.
1917 - 1. Oktober
Die "Nationale Automobil-Gesellschaft" (NAG) bezieht in der Ostendstraße in Oberschöneweide ein neues Fabrikgebäude für die Herstellung von Personen- und Lastkraftwagen. (Ab 1952 VEB Werk für Fernmeldewesen, danach WF und ab 1992 Samsung-Elektronische Bauelemente GmbH).
1918
Novemberrevolution - Abdankung des Kaisers Ausrufung der Republik.
1918 - 4. Januar
In Oberschöneweide streiken 27 963 Beschäftigte der Rüstungsbetriebe.
1918 - 31. Oktober
Über 200 kleine Wäscherei- und Plättereiunternehmen Köpenicks schließen sich in der 1. Genossenschaftswäscherei zusammen.
1918 - 9./10. November
In Köpenick wird am 9. November ein Soldaten- und am 10. November ein Arbeiterrat gewählt.
1919
Die Stadt Köpenick erwirbt vom Unternehmer Ernst Pabst Schloß und Park Bellevue für 293 000 Mark. Beginn der Besiedlung der Kämmereiheide.
1919 - 15.Januar
Gründung der Köpenicker Ortsgruppe der KPD im Lokal Fuchs am Alten Markt. Erster Vorsitzender wird Erich Paschke.
1919 - 19.Januar
Bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung Köpenick erringt die SPD 15 und die USPD 14 Man-date. Auf die bürgerlichen Parteien entfallen zusammen 13 Mandate. Am gleichen Tage werden die Köpenicker SPD-Mitglieder Marie Juchacz, Otto Wels, Franz Krüger und Hermann Silberschmidt für die Weimarer Nationalversammlung gewählt.
1919 - 2. März
Der Köpenicker Franz Krüger wird 1. Vorsitzender des SPD-Bezirks-verbandes Berlin.
1919 - 14. April
Ludwig Behnke wird als letzter Bürgermeister vor der Eingemeindung Köpenicks nach Berlin in sein Amt eingeführt.
1920
In Grünau, Köpenick und Friedrichshagen werden bewaffnete Arbeiterformationen aufgestellt.
1920 - 13. März
Dem rechtsradikalen Kapp-Putsch vom 13. bis 17. März fallen mindestens vierzehn Köpenicker zum Opfer.
1920 - 16. März
Im Lokal Fuchs am Alten Markt bildet sich ein "Sozialistisches Verteidigungskomitee" unter dem Vorsitz von Alexander Futran (USPD).
1920 - 21. März
Der Stadtverordnete Alexander Futran (USPD) wird nach einem Standgerichtsurteil von Reichswehreinheiten erschossen.
1920 - 26. September
Fertigstellung des ersten Bauab-schnitts in der von Otto Rudolf Salvisberg entworfenen Städtischen Kleinhaus-Siedlung Elsengrund nördlich der Bahn.
1920 - 29. September
Die alte Stadtverordnetenversammlung kommt zum letzten Male vor der Eingemeindung Kö-penicks nach Berlln im Köpenicker Ratssaal zusammen.
1920 - 1. Oktober
Die Stadt Köpenick wird auf der Grundlage des Gesetzes über die Bildung der neuen Stadtgemeinde Berlin vom 27. April 1920 16. Verwaltungsbezirk der Reichshaupstadt. Die Gemeinden Friedrichs-hagen, Rahnsdorf mit Wilhelmshagen und Hessenwinkel, Grünau, Bohnsdorf, Müggelheim und Schmöckwitz mit Karolinenhof, Rauchfangswerder und Schmöckwitzwerder sowie die Gutsbezirke Köpenick-Forst und Grünau-Dahmer Forst werden Bestandteil des neuen Bezirkes. Vor der Bezirksre-form leben in Köpenick 34 420 Einwohner.
1921 - 9. April
Mit der Amtseinführung der Bezirksverordnetenversammlung und des Bezirksamtes durch den Berli-ner Oberbürgermeister beginnt die Geschichte des 16. Verwaltungsbezirkes Berlin-Köpenick. Max Betcke wird erster Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung, und Dr. Martin Franz übernimmt das Amt des Bezirksbürgermeisters.
1922
In der Friedrichshagener Straße nimmt die Glanzfilm AG die Produktion auf. (Ab 1928 KODAK AG , später VEB Fotochemische Werke) Vom Beamtenwohnungsverein Berlin-Köpenick werden bis 1931 die folgenden Siedlungen und Straßenzüge errichtet: Siedlung Oettingsfeld (1922), Bahnhof- und Langerhansstraße (1927), Thürnagelstraße (1928), Gelnitz-, Wein-berg- und Seelenbinderstraße (1930), Parrisiusstraße (1931).
1923
Am Finkeldeweg im Kietzer Feld entsteht die "Stadtrandsiedlung". In Oberschöneweide beginnen die Planungen für den 91 Hektar großen "Volks- und Waldpark". Zwischen den Lokalen "Strandschloß" und "Rübezahl" am Nordufer des Müggelsees gründen Mitglieder des Arbeitersportvereins "Fichte" das Arbeiterzeltlager "Kuhle Wampe". Das Lager entwickelt sich bis zu seiner Auflösung durch die Nazis vom Wochenendquartier zur Zeltstadt, in der vorwiegend Arbeits- und Obdachlose campieren. Die Firma Spindler fusioniert mit dem Chemie-Unternehmen Schering AG.
1924
Im Bezirk Köpenick leben , 63 019 Einwohner. Rahnsdorf, Wilhelmshaqen, Köpenick-Nord und Rauchfangswerder werden an das Berliner Stromnetz angeschlossen. Inbetriebnahme der Omnibusverbindung nach Müggelheim.
1924 - 11. Oktober
Gründung der Arbeitsgemeinschaft für Forstschutz und Heimatkunde e.V. (ARFO) in Berlin-Friedrichshagen.
1924 - 1. November
An der Spitze der 108. Abteilung der SPD, Stadt Köpenick, steht Erwin Mante. Richard Aßmann leitet die 109. Abteilung in Friedrichshagen.
1925
Im Bezirk Köpenick leben 494 Juden, davon knapp einhundert in Friedrichshagen. Aufnahme des Autobusverkehrs nach Rahnsdorf/ Hessenwinkel.
1926
In der Wuhlheide entsteht der Sportplatz "Alte Försterei". Für den "Männer-Turn-Verein Cöpenick" wird im ehemaligen Spindler-Park ein Sportplatz, der heutige Ernst-Grube-Sportplatz, errichtet. Die Krumme Laake zwischen Rahnsdorf und Müggelheim wird zum ersten Naturschutzgebiet Köpenicks erklärt. Die Gemeinnützige Baugesellschaft Berlin-Ost beginnt mit der Bebauung der Luisen- und Karlstraße in der Kietzer Vorstadt. Der gleiche Bauträger errichtet 1927 in der Mahlsdorfer-, Hirte- und Dornröschenstraße sowie 1928 zwischen Mahlsdorfer- und Genovevastraße neue Wohnhäuser. Errichtung der Yachtwerft Claus Engelbrecht an der Wendenschloßstraße (später Stammbetrieb des VEB Yachtwerft Berlin). In Köpenick wird die erste Ortsqruqpe der NSDAP oearündet.
1926 - 15. November
Das Bezirksamt eröffnet in Grünau und Friedrichshagen die ersten Wärmestuben für die notleidende Bevölkerung.
1927
Im Bezirk Köpenick gibt es sieben Leihbüchereien. Die Volksbücherei Köpenick wird zur Stadtbücherei ausgebaut, und in Hirschgarten, Willhelmshagen und Müggelheim entstehen "Buchausgabestellen". Der Bellevue-Park in der Dammvorstadt wird öffentliche Parkanlage. Ostern 1927 erfolgt in der Friedrichshagener Bruno-Wille-Straße die Einweihung des Richard-Wagner-Lyceums (heutiges Gerhart-Hauptmann-Gymnasium).
1927 - 11. Mai
Der erste Anbau am Köpenicker Rathaus in Richtung Böttcherstraße ist bezugsfertig.
1927 - 25. Mai
Inbetriebnahme des Spreetunnels in Friedrichshagen. Das Bauwerk unterquert die an dieser Stelle 120 Meter breite Spree und ersetzt den seit 1895 bestehenden Fährschiffverkehr.
1927 - 2. Juli
Das Schloß Köpenick wird als "Deutsches Heim" (Internat für "auslandsdeutsche Studenten") eingerichtet und der Schloßpark öffentliche Parkanlage. Im September öffnet das Carolus-Bad im St. Josef-Stift, Annenallee.
1928
Nördlich der Siedlung Elsengrund entsteht die "Stadtrandsiedlung Mittelheide" nach Plänen des Architekten Otto Rudolf Salvisberg. In Friedrichshagen wird die Siedlung zwischen Schöneicher Straße und Straße Am Damm fertiggestellt. Im Auftrag des Beamtenwohnungsvereins entsteht die Westendsiedlung.
1928 - 11. Juni
Aufnahme des elektrischen S-Bahn-Betriebes auf der 57 Kilometer langen Strecke von Potsdam nach Erkner.
1928 - 1. Juli
Einweihung des evangelischen Gemeindehauses am Generalshof 1929. Auf Initiative der Lehrer Otto Heinrich und Arno Jaster wird das "Heimatschulmuseum Cöpenick" gegründet.
1928 - 25. April
Übergabe der neuerbauten Terrassenanlage im Strandbad Müggelsee.
1928 - 1. Mai
Gründung der Berufsfeuerwehr Köpenick. Im Herbst wird der Neubau des Dorotheen-Lyceums (heute Alex-ander-von-Humboldt-Gymnasium) in der Köllnischen Vorstadt eingeweiht. Mit Beginn des Winterfahrplans wird der Bahnhof Sadowa in Wuhlheide umbenannt. Wohnbebauung in der Griechi-schen Allee / Groß- und Helmholtzstraße, in der Firl- und Zeppelinstraße sowie in der Goethe-und Parsevalstraße in Oberschöneweide.
1931
Ab Jahresbeginn wird der Name Köpenick offiziell mit "K" geschrieben. Zu Pfingsten findet die erste Aufführung im Naturtheater Friedrichshagen statt. Die Köpenicker SPD zählt 2 698 Mitglieder.
1932
Baubeginn für die Siedlung im Kietzer Feld.
1932 - 24. Mai
Das größte Flugboot der Welt, die "Do-X-D-1929"landet aufdem Müggelsee. Im Juni erwirbt die "Neue Rahns-dorfer Boden AG" die Siedlung "Neu-Venedig" und beginnt mit dem Verkauf der parzellierten Grundstücke.
1933
Adolf Hitler wird zum Reichskanzler gewählt.
1933 - 31.Januar
Über 1 000 Köpenicker demonstrieren in einem Protestzug vom Bahnhof bis zur Altstadt gegen die Wahl Adolf Hitlers zum Reichskanzler.
1933 - 18. März
Bei den Wahlen zur Bezirksversammlung am 12. März 1933 er-ringt die NDSAP einen Stimmenanteil von 42,4% (13 Sitze) und setzt Karl Mathow als Bezirksbürgermeister ein. SPD und KPD kommen auf je sechs Sitze. Auf der Grundlage eines Beschlusses des Innenministeriums werden ab 24. März 1933 SPD- und KPD Mitglieder gezielt aus den städtischen Vertretungskörperschaften ausgeschlossen und als politische Gegner verfolgt.
1933 - 1. April
Während des von der SA organisierten "Judenboykotts" werden die jüdischen Besitzer von Kaufhäusern und Ladengeschäften drangsaliert.
1933 - 16. Juni
In Friedrichshagen erscheint die erste Ausgabe der Zeitschrift "Blick in die Zeit". Bis zu ihrem Verbot im Juni 1935 war sie die einzige peri-odisch erscheinende oppositionelle sozialdemokratische Publikation, die während der NS-Zeit in Deutschland hergestellt und vertrieben wurde.
1933 - 21. Juni
Am Vortag des SPD-Verbotes beginnen SA- und SS- Einheiten mit einer Razzia in der Siedlung Eisengrund eine bisher beispiellose Gewaltaktion gegen politische Gegner, die sich bis zum 26. Juni auf den gesamten Bezirk ausweitet. Im Verlauf dieser "Köpenicker Blutwoche" fallen mindestens 24 Oppositionelle, darunter Sozialdemokraten, Kommunisten und Christen, brutalem Naziterror zum Opfer.
Die illegale Arbeit der Köpenicker SPD wird nach schweren Verlusten durch Ermordung (Johannes Stelling, Richard Aßmann) und Vertreibung (Otto Wels, Johann Vogel, Marie Kunert, Marie Juchacz) ab Mitte 1933 von den Jüngeren weitergeführt. Sie halten, oft auch über die politischen Grenzen der zersplitterten Arbeiterparteien hinaus, enge informelle Kontakte und tauschen Material aus.
In der Illegalität organisiert die etwa 1 500 Mitglieder zählende KPD ihre Führungsstrukturen neu. Bis zu seiner Festnahme im Dezember 1934 steht Ernst Oschmann an der Spitze der Köpenicker KPD. Mit der Verhaftung des Agit-Prop. Leiters Friedrich Brückner im September 1936 gelingt der GE-STAPO die weitgehende Zerschlagung des organisatorischen Apparates des KPD-Unterbezirkes Köpenick. Unter größten Schwierigkeiten erscheint bis Herbst 1935 "Die Rote Fahne, Organ der KPD Bezirk Köpenick im Kreis Niederbarnim".
Im Sommer wird der von der Sozialen Arbeitsgemeinschaft Berlin betriebene "Ulmenhof' in Wilhelmshagen von der SA verwüstet. Die Schloßkirchengemeinde entwickelt sich unter Pfarrer Georg Ratsch zu einem Zentrum der Bekenntnisgemeinden im Südosten
1933 - 15. November
Das Bezirksamt eröffnet in Grünau und Friedrichshagen die ersten Wärmestuben für die notleidende Bevölkerung.
1927
Im Bezirk Köpenick gibt es sieben Leihbüchereien. Die Volksbücherei Köpenick wird zur Stadtbücherei ausgebaut, und in Hirschgarten, Willhelmshagen und Müggelheim entstehen "Buchausgabestellen". Der Bellevue-Park in der Dammvorstadt wird öffentliche Parkanlage. Ostern 1927 erfolgt in der Frie-drichshagener Bruno-Wille-Straße die Einweihung des Richard-Wag-ner-Lyceums (heutiges Gerhart-Hauptmann-Gymnasium).
1927 - 11. Mai
Der erste Anbau am Köpenicker Rathaus in Richtung Böttcherstraße ist bezugsfertig.
1927 - 25. Mai
Inbetriebnahme des Spreetunnels in Friedrichshagen. Das Bauwerk unterquert die an dieser Stelle 120 Meter breite Spree und ersetzt den seit 1895 bestehenden Fährschiffverkehr.
1927 - 2. Juli
Das Schloß Köpenick wird als "Deutsches Heim" (Internat für "auslandsdeutsche Studenten") eingerichtet und der Schloßpark öffentliche Parkanlage. Im September öffnet das Carolus-Bad im St. Josef-Stift, Annenallee.
1928
Nördlich der Siedlung Elsengrund entsteht die "Stadtrandsiedlung Mittelheide" nach Plänen des Architekten Otto Rudolf Salvisberg. In Friedrichshagen wird die Siedlung zwischen Schöneicher Straße und Straße Am Damm fertigge-stellt. Im Auftrag des Beamtenwohnungsvereins entsteht die Westendsiedlung.
1928 - 11. Juni
Aufnahme des elektrischen S-Bahn-Betriebes auf der 57 Kilometer langen Strecke von Potsdam nach Erkner.
1928 - 1. Juli
Einweihung des evangelischen Gemeindehauses am Generalshof.
1929
Auf Initiative der Lehrer Otto Heinrich und Arno Jaster wird das "Heimatschulmuseum Cöpenick" gegründet.
1929 - 25. April
Übergabe der neuerbauten Terras-senanlage im Strandbad Müggelsee.
1929 - 1. Mai
Gründung der Berufsfeuerwehr Köpenick. Im Herbst wird der Neubau des Dorotheen-Lyceums (heute Alex-ander-von-Humboldt-Gymnasium) in der Köllnischen Vorstadt eingeweiht. Mit Beginn des Winterfahrplans wird der Bahnhof Sadowa in Wuhlheide umbenannt. Wohnbebauung in der Griechi-schen Allee / Groß- und Helmholtzstraße, in der Firl- und Zeppelinstraße sowie in der Goethe-und Parsevalstraße in Oberschöneweide.
1931
Ab Jahresbeginn wird der Name Köpenick offiziell mit "K" geschrieben. Zu Pfingsten findet die erste Aufführung im Naturtheater Friedrichshagen statt. Die Köpenicker SPD zählt 2 698 Mitglieder.
1932
Baubeginn für die Siedlung im Kietzer Feld.
1932 - 24. Mai
Das größte Flugboot der Welt, die "Do-X-D-1929"landet aufdem Müggelsee. Im Juni erwirbt die "Neue Rahns-dorfer Boden AG" die Siedlung "Neu-Venedig" und beginnt mit dem Verkauf der parzellierten Grundstücke.
1933
Adolf Hitler wird zum Reichskanzler gewählt.
1933 - 31.Januar
Über 1 000 Köpenicker demonstrieren in einem Protestzug vom Bahnhof bis zur Altstadt gegen die Wahl Adolf Hitlers zum Reichskanzler.
1933 - 18. März
Bei den Wahlen zur Bezirksversammlung am 12. März 1933 erringt die NDSAP einen Stimmenanteil von 42,4% (13 Sitze) und setzt Karl Mathow als Bezirksbürgermeister ein. SPD und KPD kommen auf je sechs Sitze. Auf der Grundlage eines Beschlusses des Innenministeriums werden ab 24. März 1933 SPD- und KPD Mitglieder gezielt aus den städtischen Vertretungskörperschaften ausgeschlossen und als politische Gegner verfolgt.
1933 - 1. April
Während des von der SA organisierten "Judenboykotts" werden die jüdischen Besitzer von Kaufhäusern und Ladengeschäften drangsaliert.
1933 - 16. Juni
In Friedrichshagen erscheint die erste Ausgabe der Zeitschrift "Blick in die Zeit". Bis zu ihrem Verbot im Juni 1935 war sie die einzige periodisch erscheinende oppositionelle sozialdemokratische Publikation, die während der NS-Zeit in Deutschland hergestellt und vertrieben wurde.
1933 - 21. Juni
Am Vortag des SPD-Verbotes beginnen SA- und SS- Einheiten mit einer Razzia in der Siedlung Eisengrund eine bisher beispiellose Gewaltaktion gegen politische Gegner, die sich bis zum 26. Juni auf den gesamten Bezirk ausweitet. Im Verlauf dieser "Köpenicker Blutwoche" fallen mindestens 24 Oppositionelle, darunter Sozialdemokraten, Kommunisten und Chri-sten, brutalem Naziterror zum Opfer.
Die illegale Arbeit der Köpenicker SPD wird nach schweren Verlusten durch Ermordung (Johannes Stel-ling, Richard Aßmann) und Vertrei-bung (Otto Wels, Johann Vogel, Marie Kunert, Marie Juchacz) ab Mitte 1933 von den Jüngeren weitergeführt. Sie halten, oft auch über die politischen Grenzen der zersplitterten Arbeiterparteien hinaus, enge informelle Kontakte und tauschen Material aus.
In der Illegalität organisiert die etwa 1 500 Mitglieder zählende KPD ihre Führungsstrukturen neu. Bis zu seiner Festnahme im Dezember 1934 steht Ernst Oschmann an der Spitze der Köpenicker KPD. Mit der Verhaftung des Agit-Prop. Leiters Friedrich Brückner im September 1936 gelingt der GE-STAPO die weitgehende Zerschla-gung des organisatorischen Apparates des KPD-Unterbezirkes Köpenick. Unter größten Schwierigkeiten erscheint bis Herbst 1935 "Die Rote Fahne, Organ der KPD Bezirk Köpenick im Kreis Niederbarnim".
Im Sommer wird der von der Sozialen Arbeitsgemeinschaft Berlin betriebene "Ulmenhof' in Wilhelmshagen von der SA verwüstet. Die Schloßkirchengemeinde entwickelt sich unter Pfarrer Georg Ratsch zu einem Zentrum der Bekenntnisgemeinden im Südosten. Das ehemalige Gebäude des Stadttheaters Cöpenick in der Lüdersstraße 8-10 wird abgetragen.
1956 - 1. Juni
Im "Pionierpark Ernst Thälmann" nimmt die Pioniereisenbahn (heute Parkeisenbahn) ihren Betrieb auf. Im November beginnen im Hirschgartendreieck in Friedrichshagen die Bauarbeiten für die Errichtung des Deutschen Amtes für Maß und Gewicht (später DAMW / ASMW / ab 1990 Teilinstitut der Physika-lisch-Technischen Bundesanstalt Braunschweig (PTB).
1957
Die erste Ausgabe der Regionalzeitung "Köpenicker Heimatblatt erscheint. (1965 eingestellt) Übergabe neuer Wohnhäuser am Fürstenwalder Damm und am Löbauer Weg in Friedrichshagen sowie in der Oberspreestraße in Spindlersfeld.
1958
Errichtung neuer Wohnbauten in Oberschöneweide zwischen Park-und Steffelbauerstraße, Firl- und Wattstraße sowie in Friedrichshagen in der Karl-Frank und Karl-Pokern-Straße.
1958 - 19. Mai
Durch Unachtsamkeiten bei Schweißarbeiten brennt der 1889 erbaute Müggelturm vollständig nieder.
1959
Die nach Kriegsende 1945 in Eichendorffschule umbenannte Dorotheenschule an der Ober-spreestraße erhält den Namen Alexander-von-Humboldt.
1960
Im Spindlersfelder Neubaugebiet Ottomar-Geschke-Straße wird die erste "Großverkaufsstelle" Köpenicks übergeben.
1960 - 1. Oktober
Richtfest für die ersten 14 Neubaublöcke im Kietzer Feld. Bis zum Sommer 1963 entsteht hier die größte geschlossene Neubausiedlung Ost-Berlins.
1960 - 29. Oktober
In Köpenick-Nord eröffnet der Kulturbund das Klubhaus "Zu den sieben Raben".
1961
Spaltung Berlins. Fertigstellung der Neubauten südlich und nördlich der Gehsenerstraße (Köpenick-Nord), in der Kottmeierstraße (Oberschöne-weide), in der Emrichstraße, am Jastrower Weg (Friedrichshagen) und in der Friedrich-Wolf-Straße (Grünau). Im Zuge der Bebauung der Gehse-nerstraße werden die Grabsteine des ehemaligen, um 1880 angelegten Jüdischen Friedhofes auf den Jüdischen Hauptfriedhof nach Berlin-Weißensee verlagert.
1961 - 30. Dezember
Einweihung des neuen Müggelturms.
1962
Der Park auf der Schloßinsel wird neu angelegt und als "Insel Immergrün" der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
1962 - 1. September
Das Volksfest "Köpenicker Sommer" wird zum ersten Mal gefeiert.
1963 - 22. Juni
Einweihung des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin im Köpenicker Schloß.
1965
Mitte der sechziger Jahre leben 125 882 Einwohner im Bezirk.
1965 - 1. April
Gründunq der Köpenicker "Produktionsgenossenschaft werktätiger Fischer".
1966
Eröffnung des Heimatgeschicht-lichen Kabinetts, des späteren Heimatmuseums Köpenick.
1966 - 20. Januar
Gründung des Sportclubs 1.FC Union.
1967
Einrichtung des Staatlichen Filmarchivs in Wilhelmshagen. Fertigstellung der Neubauten im Albert-Schweitzer-Viertel und in der Aßmannstraße in Friedrichshagen.
1968
In Spindlersfeld wird der Stammbetrieb des VEB REWATEX gegründet.
1969
Anlage der Uferpromenade am Luisenhain. Im März wird das Landjägerhaus, die ehemalige Dienstwohnung des Landjägers an der gleichnamigen Straße, abgetragen.
1971
Baubeginn für den ersten Abschnitt des Neubaugebietes " Amtsfeld". Das Wohngebiet wird am 3.11.73 nach dem ehemaligen chilenischen Ministerpräsidenten Dr. Salvador Allende benannt.
1972
Die Zahl der im Bezirk Köpenick lebenden Einwohner erreicht mit 130706 den bisherigen Höhepunkt. Der Naturlehrpfad am Teufelssee und das Lehrkabinett werden übergeben.
1974 - 5. Februar
In der Grünauer Straße eröffnet der Betrieb VEB REWATEX eine Großwäscherei.
1975
Übergabe einer neuen Kaufhalle auf dem Gelände des ehemaligen Wochenmarktes am S-Bahnhof Köpenick.
1977
Neubau der Ausflugsgaststätte "Rübezahl". Die Bälschestraße in Friedrichshagen wird als Ensemble unter Denkmalschutz gestellt.
1978
Baubeginn für das Projekt "Verkehrslösung Altstadt". Die Müggelheimer Straße wird über den Frauentog bis zur Langen Brücke verlängert.
1979 - 3. Oktober
Einweihung des Pionierpalastes im "Pionierpark Ernst Thälmann".
1979 - 18. Dezember
Grundsteinlegung für das neue Bettenhausim Krankenhaus Köpenick.
1980 - 8. Mai
Im ehemaligen Amtsgerichtsgefängnis am Mandrellaplatz wird eine Gedenkstätte für die Opfer der Köpenicker Blutwoche eröffnet.
1980 - 6. Oktober
Übergabe der neuerbauten Ausflugsgaststätte "Müggelseeperle".
1980 - 25. November
Der seit 1927 vor dem Köpenicker Krankenhaus befindliche Spindlerbrunnen wird an seinen ursprünglichen Standort zum Spittelmarkt zurückgebracht.
1981 - 11. April
Übergabe des ersten Abschnittes der neuen Spreebrücke zwischen Hirschgarten und dem Salvador-Allende-Viertel.
1983 - 18. November
Wiedereröffnung der Ausflugsgaststätte "Marienlust" nach umfassender Renovierung.
1984
Baubeginn für die Neubauten in der Grünen Trift und in der Charlottenstraße sowie in der Köllnischen Vorstadt zwischen Rudower- und Glienickerstaße.
1984 - 24.Januar
Beginn der Bauarbeiten für die neue Dammbrücke. Im April beginnt das neuerbaute Farbbildröhrenwerk des VEB WF (heute Samsung) mit dem Probebetrieb.
1985
Die zehn Köpenicker Campingplätze bieten 8 900 Übernachtungsmöglichkeiten. In den Bootsausleihen stehen 137 Ruder- und Paddelboote zur Verfügung.
1986
Im Februar wird mit dem Bau neuer Wohnungen zwischen Amts-und Pablo-Neruda-Straße begonnen. Fertigstellung des Rudower Viertels nördlich der Oberspreestraße.
1986 - 10. April
Die neuerbaute Dammbrücke wird für den Verkehr freigegeben.
1987 - 5. März
Die Fachschule für Kindergärtnerinnen "Friedrich Fröbel" bezieht das Gebäude des Instituts für Lehrerbildung in der Köpenicker Lindenstraße (Ehemalige Körnerschule).
1987 - 8. August
Am Bahnhof Hirschgarten wird ein neues Mobilitätszentrum des Blinden- und Sehschwachenverbandes eröffnet.
1987 - 12. November
Einweihung des "Museums für Wasserwirtschaft", heute "Museum im Wasserwerk", in Friedrichshagen.
1988
In vielen gesellschaftlichen Bereichen, vor allem im Freiraum der Kirchen, entwickeln sich verschiedenste regimekritische Initiativen, darunter Ökologie- und Friedensgruppen. In der Christuskirche in Oberschöneweide wird der Friedenskreis "PRO" gegründet.
1988 - 20. September
Die Abteilung Inneres beim Rat des Stadtbezirkes registriert 1 582 "Anträge auf ständige Ausreise aus der DDR".
1988 - 4. Oktober
Zwischen Müggelheimer-, Wendenschloß-, Karl- und Luisenstraße werden 406 Neubauwohnungen übergeben.
1989
Fall der Berliner Mauer. Im Juni 1989 wird das gesamte Gebiet der Köpenicker Altstadt wegen seiner geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung unter Denkmalschutz gestellt. Im Zusammenhang mit der am 11. September 1989 erfolgten Gründung der Oppositionsbewe-gung "Neues Forum" finden in vielen Köpenicker Kirchen Diskussionsabende und Informationsveranstaltungen statt. Im Zuge der Ausreisewelle haben bisher über 2 000 Köpenicker die DDR verlassen.
1989 - 1. Dezember
Auf Initiative der Friedrichshagener Gruppe des "Neuen Forum" kommt es im Rathaus Köpenick zu einem Informationsgespräch zwischen Vertretern des Rates und dem "Neuen Forum".
1989 - 28. Dezember
Nach zwölfmonatiger Bauzeit wird die Hochbrücke an der Kreuzung An der Wuhlheide/Edisonstraße freigegeben.
1989 - 31. Dezember
Im Bezirk werden 111 304 Einwohner gezählt.
1990
Wiedervereinigung Deutschlands An den Sitzungen des Köpenicker "Runden Tisches" im Rathaus beteiligen sich 22 Parteien, Organisationen und Verbände. Unter maßgeblicher Mitwirkung der "Runden Tische" und der Bürgerkomitees werden nach dem Beschluß zur Auflösung des MfS/AfNS (8. 2.90) 145 ehemalige Köpenicker MfS-Objekte an die örtlichen Räte bzw. an Betriebe und Institutionen übergeben.
1990 - 26. Januar
Auf Initiative der evangelischen Kirche beginnen in der Christophoruskirche in Friedrichshagen die Sitzungen des "Runden Tisches".
1990 - 6. Mai
Die SPD erringt bei den Kommunalwahlen 39,3 % der Stimmen und stellt Monika Höppner als Bezirksbürgermeisterin auf. (PDS 22,6%, CDU 18,1 %, Bündnis 90 8,9%, Andere 11,1 %)
1990 - 30. Mai
Konstituierende Sitzung der Stadtbezirksversammlung Köpenick, in der die Stadtbezirksräte und die Stadtbezirksbürgermeisterin, Monika Höppner, gewählt werden. Winfried Blohm (SPD) wird zum Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung gewählt. Auf einem ehemaligen Kasernengeklände in Hessenwinkel wird im Frühsommer ein Notaufnahmelager für Asylsuchende eingerichtet.
1990 - 1. Juli
Eröffnung des Köpenicker Wäschereimuseums in der Luisenstraße.
1990 - 3. Juli
Gründung der REWATEX AG. Im Juli beteiligen sich 5 000 Arbeiter aus dem Transformatoren-werk und dem Kabelwerk Oberspree an einem Streik für die Sicherung ihrer Arbeitsplätze. Im August wird die Zeitung "Neues Cöpenicker Dampfboot" nach Erscheinen der dritten Ausgabe eingestellt. Im Oktober bezieht die Raiffeisen-Köpenicker-Bank eG. wieder ihr altes Domizil an der Freiheit. In der Köpenicker Altstadt findet der 1. Köpenicker Weihnachts-markt statt. Auf Beschluß beider Bezirksverordnetenversammlungen werden Köpenick und Charlottenburg Partnerbezirke.
1991
Als Zusammenschluß von 11 Bürgervereinen des Bezirkes, unter ihnen auch der Fremdenverkehrsverein Köpenick e.V., wird am 20.2.91 die "Köpenicker Bürgervereinigung" gegründet. Im Februar wird der Wirtschaftskreis Köpenick e.V. gegründet. Nach der Neugliederung des Schulsystems existieren im Bezirk vier Gesamtschulen, vier Gymnasien, zwei Realschulen, eine Hauptschule und neunzehn Grundschulen. Vom 25. - 28. April 1991 findet das 1. Köpenicker Frühlingsfest im Luisenhain statt.
Im Juli erhält der Bezirk im Rahmen des "Gemeinschaftswerkes Aufschwung Ost-Programm - Städtebaulicher Denkmalschutz" vom Bund eine Zuwendung in Höhe von 20 Millionen Mark. Der Bezirk verzeichnet 114 Baudenkmäler.
Ab Oktober werden die Siedlungen im Kietzer Feld und in der Kämmereiheide an die Kanalisation angeschlossen.
Gründung der "Theatergesellschaft Köpenick e.V.".
Das Funkwerk Köpenick entläßt zum Jahresende 1 400 Mitarbeiter. Mit Beginn des neuen Jahres erfolgt die Übernahme des Betriebes durch das Unternehmen Deutsche Telephonwerke (DeTeWe) AG.
1992
Auflösung der "Produktionsgenossenschaft werktätiger Fischer" und Neugründung der Fischerinnung e.V. im Kietz. Im Rahmen des ökologischen Sofortprogramms werden am Großen Müggelsee 1450 Ufermeter durch Reisigbefestigungen gesichert. Der Kleine Müggelsee wird durch den Aushub von ca. 200 000 Kubikmeter Boden entschlammt. Unter dem Motto "Köpenick - Berlins grüne Adresse" wirbt Köpenick künftig um Touristen.
1992 - 1. Januar
Das Städtische Krankenhaus Köpe-nick wird an die DRK-Schwesterschaft Berlin e.V. übergeben.
1992 - 23. April
Das neugegründete "Stadttheater Cöpenick" feiert mit dem Stück "Wat braucht der Berliner" Premiere im Köpenicker Ratssaal.
1992 - 26. April
In Oberschöneweide wird die "Kunstfabrik Köpenick e.V." eröffnet.
1992 - 24. Mai
Erstmals seit der Wiedervereinigung finden in Gesamtberlin Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen statt. Die SPD wird mit einem Stimmenanteil von 38% stärkste Fraktion und stellt Dr. Klaus Ulbricht als Bezirksbürgermeister auf. (PDS 23,2%, CDU 15,2 %, Bündnis 90/Grüne 12,4 %, Republikaner 5,1 0/o, FDP 4 %).
1992 - 18. Juni
Dr. Klaus Ulbricht wird zum Bezirksbürgermeister und Winfried Blohm (SPD) zum Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung gewählt. Im Juli 1992 erwirbt die KODAK AG Stuttgart die Fotochemischen Werke Köpenick GmbH. Im August veranstaltet die Cartoon-Fabrik Köpenick den 1. Köpenicker Karikaturensommer im Rat-haus. Im September verabschiedet die Senatsumweltverwaltung Erhaltungsverordnungen für Oberschöneweide, den Kietz, die Altstadt und Friedrichshagen mit dem Ziel, die Bausubstanz und die Baustruktur in den betroffenen Gebieten zu erhalten. Im Oktober sind in den Bezirken Treptow und Köpenick 12 228 Personen ohne Arbeit. Im Dezember erhält das Gericht am Mandrellaplatz wieder den Namen Amtsgericht Köpenick.
1993
Noch immer verfügen im Bezirk 12 300 Häuser nicht über einen Anschluß an die Kanalisation. Auf den 135 km langen Köpenicker Straßen werden 23 000 Bäume gezählt.
1993 - 1. Februar
Die Kabelwerke Oberspree GmbH werden aus Treuhandbesitz für 63 Millionen Mark an den britischen Konzern BICC verkauft. Die Berliner Landesentwicklungsgesellschaft (BLEG) erwirbt im Februar von der Treuhandanstalt 320 000 Quadratmeter stillgeleg-tes Betriebsgelände, den sogenannten "Wilhelminenhof" in Oberschöneweide. In diesem Gebiet sind seit 1990 rund 16 000 Arbeitsplätze abgebaut worden. Die Berliner Batteriefabrik GmbH (BAE) wird von der Treuhand verkauft . Die 200 Mitarbeiter erwer-ben 25% der Firmenanteile. Im April wird die REWATEX AG an die Imhoff-Holding GmbH mit der Tochterfirma LAROSE verkauft.
1993 - 25. Juni
Die russische Berlin-Brigade ver-abschiedet sich mit einer Parade aus Köpenick.
1993 - 23. September
In Köpenick konstituiert sich das erste Kinderparlament (KiK) Berlins. Im September werden die Köpe-nicker Altstadt und der Kietz vom Senat als förmliche Sanierungsgebiete ausgewiesen. Im gleichen Monat erfolgt die Gründung der Köpenicker Jugendkunstschule.
1994
Die Berliner Wasserbetriebe beginnen mit den Kanalisationsarbeiten in den Trinkwasserschutzgebieten Wilhelmshagen und Müggelheim. Ab 1995 folgen Karolinenhof, Schmöckwitz, Rahnsdorf, Hessenwinkel und Neu-Venedig.
1994 - 23. März
Eröffnung der "Bundeswehrschule Köpenick - Zentrum für Nach-wuchsgewinnung Ost" in Grünau.
1994 - 7. Mai
Nach fünfmonatiger Instandsetzung öffnet die Müggelturm GmbH Turm und Gaststätte. In Köpenick werden im Mai achtzig freie Lehrstellen gemeldet. Dem gegenüber stehen 845 Bewerber. Im September beginnt mit der Anbringung einer Hilfsdachkonstruktion die umfassende Sanierung des Köpenicker Schlosses.
1995
Im Bezirk existieren 6 357 Hektar Waldfläche.
1995 - 1. Januar
Das Freizeit- und Erhohlungszen-trum (FEZ) in der Wuhlheide wird gemeinnützige GmbH.
1995 - 18. Mai
Mit dem Bau einer Behelfsbrücke über die Dahme beginnen die Rekonstruktionsarbeiten an der Langen Brücke in Köpenick.
1995 - 26. August
Das Theaterensemble der Alten Möbelfabrik e.V. eröffnet mit der Premiere des Stückes "Nippes und Stulle spielen Froschkönig" das Schloßplatztheater in der Straße Alt-Köpenick 33.
1995 - 22. Oktober
Erstmals nach der Wiedervereinigung werden in Berlin das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlungen wieder in einem Wahlgang gewählt. Bei den Wahlen zur BW-Köpenick erreicht die SPD 32,2%, die PDS 29,9%, die CDU 22,8% und Bündnis 90/Grüne 8,4% der Stimmen. In der konstituierenden Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 30. 11. 1995 werden Dr. Klaus Ulbricht (SPD) als Bezirksbürgermeister und Winfried Blohm als BW-Vorsteher bestätigt.
1995 - 25. Oktober
Der Senat beschließt die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes Oberschöneweide. Im OKtober wird die ehemalige Frauenjustizvollzugseinrichtung in der Grünauerstraße in Spindlersfeld zur Abschiebehaftanstalt umgebaut. Im gleichen Monat beginnt der Ausbau des 32 Hektar großen Areals im Innovationspark Wuhlheide.
1995 - 1. November
Beginn der Sanierungsarbeiten am Müggelturm.
1995 - 15. November
Grundsteinlegung für den Wohnpark "Halbinsel Krusenick". Im November beginnt der Neubau der Grünauer Brücke über den Teltow-Kanal. Um die Attraktivität der Köpenicker Altstadt zu verbessern, gründen mehrere Gewerbetreibende im Dezember die "Werbegemeinschaft Altstadt".
1996 - 28. Mai
Grundsteinlegung für den "Wohnpark Müggelspree" .
1996 - 21. Juni
Grundsteinlegung für das Technologie- und Gründerzentrum Spreeknie in Oberschöneweide.
1996 - 5. Juli
Beginn des 1. Köpenicker Blues Et Jazz-Festivals im Köpenicker Ratskeller.
1996 - 25. Juli
Die Köpenicker Baugesellschaft legt den Grundstein für den "Wohnpark Wendenschloß".
1996 - 10. September
Im Rathaus Köpenick wird der erste Arbeitsentwurf der "Lokalen Agenda" vorgestellt.
1996 - 12. September
Die Diakonie-Werkstätten GmbH eröffnet eine neue Behindertenwerkstatt im Wilhelmshagener Ulmenhof.
1996 - 16. Oktober
Einweihung des "Hauptmann-von-Köpenick"-Denkmals vor dem Rathaus. Um die Ansiedlung von Gewerben zu fördern bzw. weitere Leerstände zu verhindern, setzt der Senat im Oktober erstmals eine Citymanagerin für die Köpenicker Altstadt ein.
1996 - 23. November
Rechtsextremistische Demonstration in der Köpenicker Altstadt Im November sind 6 484 Köpenicker arbeitslos.
1996 - 31. Dezember
Die AEG-TRO stellt die Trafoproduktion in Oberschöneweide ein. Die AEG hatte den in der DDR enteigneten Stammbetrieb erst 1992 zurückgekauft und 46 Millionen DM investiert. Die neugegründete TRO-Verwaltungsgesellschaft übernimmt die Immobilie.
1997
Das statistische Landesamt registiert in Köpenick 3 010 Sozialhilfeempfänger.
1997 - 11. Januar
Die Ausflugsgaststätte Marienlust brennt vollständig nieder. Im April beginnen im Rathaus Köpenick die Dreharbeiten für einen neuen "Hauptmann von Köpenick"-Film. Regie: Frank Beyer, Hauptrolle: Harald Juhnke.
1997 - 28. Mai
Richtfest für das "Technologie und Gründerzentrum Spreeknie" in Oberschöneweide.
1997 - 13. Juni
Grundsteinlegung für das Gewerbezentrum Manfred-von-Ardenne im 1991 gegründeten Innovations-park Wuhlheide. Eröffnung der Parkbühne Wuhlheide.
1997 - 14. August
Die BW beschließt Mietobergrenzen für die Altstadt und die Kietzer Vorstadt.
1997 - 21. August
Das britische Unternehmen BICC teilt mit, daß die Kabelwerke Oberspree Anfang 1998 geschlossen werden. Erhalten bleibt der Produktbereich Kupferfernmeldeleitungen.
1997 - 22. August
Die KOWOGE übergibt im Kietzer Feld die 1 000. seit Jahresbeginn sanierte Wohnung.
1997 - 26.- 28. September
Die BLEG veranstaltet im Handwerker- und Gewerbezentrum Wilhelminenhof die Ersten Köpenicker Wirtschaftstage. Nach fast zweijährigen Bauforschungsarbeiten beginnt im September die Sanierung des seit 1991 vom Heimatmuseum genutzten Fachwerkhauses am Alten Markt 1.
1997 - 23. Oktober
Eröffnung des Einkaufszentrums "Forum Köpenick" am Bahnhof Köpenick.
1998
Im Bezirk leben 113 520 Einwohner, im letzten Jahr sind 1 282 Personen zugezogen. Der Fremdenverkehrsverein registriert 26 893 Touristen. 25 Herbergen, 13 Hotels, 10 Pensionen, ein Touristenhaus und ein Jugend hotel stehen für Übernachtungen bereit. Seit 1989 mußten 24 Lokale in den Ausflugsgebieten wegen Besuchermangels schließen.
1998 - 1. März
Nachdem seit Beginn der Sanierungsarbeiten am Schloß Köpenick einzelne Räume des Kunstgewerbemuseums noch zugänglich gewesen waren, wird das Haus jetzt für den Besucherverkehr geschlossen.
1998 - 26. März
Das Abgeordnetenhaus beschließt die Verringerung der 23 Berliner Bezirke auf 12. Danach bilden die bisherigen Bezirke Köpenick und Treptow ab 1.1. 2001 einen gemeinsamen Verwaltungsbezirk.
1998 - 27. Juni
Nach über fünfzigjähriger Spielpause wird das Naturtheater Friedrichshagen wiedereröffnet. Um den drohenden Verfall der Altstadt vor dem Hintergrund des zunehmenden Gewerbeleerstandes und Einwohnerrückgangs zu verhindern, gründen im August Köpenicker Gewerbetreibende die "Interessengemeinschaft Altstadt".
1998 - 11. September
Im Handwerker- und Gewerbezentrum Wilhelminenhof finden die 2. Köpenicker Wirtschaftstage statt.
1998 - 12. Dezember
Das Postamt in der Köpenicker Lindenstraße 42 wird geschlossen.
1999
Im Bezirk werden 6 381 Hektar als Wald- und 2 123 Hektar als Wasserfäche ausgewiesen. Ende Januar sind in Köpenick 8 793 Personen arbeitslos. Mit 1 500 Beschäftigten ist das Unternehmen Samsung der größte Arbeitgeber im Bezirk. Das Gewerbeamt erfaßte seit 1996 etwa 7 600 Gewerbetriebe im Bezirk. Im gleichen Zeitraum wurden 865 Abmeldungen und 1 186 Neuanmeldungen registriert. Im Sanierungsgebiet Oberschöneweide sind seit 1993 1150 Wohnungen instandgesetzt und 490 neuerbaut worden.
Nach Aufgabe des Standortes durch die BICC übernimmt die Firmengruppe Wilms ab März die Reste der Kabelproduktion in Oberschöneweide und sichert mittelfristig 150 Arbeitsplätze. Insgesamt sind jetzt in Oberschöneweide etwa 1 500 Beschäftigte im produktiven Bereich tätig. Bis 1989 waren es rund 25 000.
Im April werden die Arbeiten für die Fußgängerbrücke über den Katzengraben ausgeschrieben. Ende August wird nach achtzehnmonatiger Bauzeit die rekonstruierte Stubenrauchbrücke in Oberschöneweide für den Verkehr freigegeben.
1999- 2. Oktober
Das Heimatmuseum Köpenick eröffnet im restaurierten Fachwerkhaus am Alten Markt 1 eine neue Ausstellung zur Geschichte des Bezirkes Köpenick.
1999 - 10. Oktober
Bei den Wahlen zur BW Köpenick erreicht die PDS 13, die SPD 11 und die CDU 10 Mandate. Ein Mandat entfällt auf Bündnis 90/ Die Grünen.
1999 - 18. November
Unter Vorsitz der Alterspräsidentin Frau Dr. Erika Ising (CDU) kommen die 35 Abgeordneten der neu gewählten BW Köpenick zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Winfried Blohm (SPD) wird als Vorsteher der BW Köpenick wiedergewählt.
2000 - 1. Februar
Die NPD verlegt ihre Bundesgeschäftsstelle von Stuttgart nach Berlin-Köpenick.
2000 - 15. März
Baubeginn für die neue Brücke über die Spree zwischen der Straße an der Wuhlheide und dem Glienicker Weg. Die 155 Meter lange Spannbetonkonstruktion wird den Namen Wilhelm-Spindler-Brücke tragen.
2000 - 18. März
Auf Inititiative des Köpenicker Jugendbündnisses "Vielfalt statt Einfalt- Bunt statt Braun" demonstrieren 1 000 Bürgerinnen und Bürger gegen die Errichtung der NPD-Zentrale in Köpenick.
2000 - 11. April
Unter der Schirmherrschaft des Bezirksbürgermeisters konstituiert sich im Rathaus Köpenick das Köpenicker Bündnis für Demokratie und Toleranz, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.
2000 - 12. Oktober
Auf der ersten gemeinsamen Sitzung der BW Treptow-Köpenick im Treptower Rathaus wählen die 69 Abgeordneten Dr. Klaus Ubricht (SPD) zum Bezirksbürgermeister und Ulrich Stahr (CDU) zum Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick.
2000 - 23. November
Die BW Treptow -Köpenick beschließt Treptow-Köpenick als Namen für den neuen Großbezirk im Südosten Berlins.
2000- 13. Dezember
Grundsteinlegung für die neue Brücke über den Katzengraben Einweihung einer Gedenktafel für die Opfer des NKWD am Finanzamt Treptow-Köpenick .
2000 - 21. Dezember
Die BW Köpenick kommt im historischen Ratssaal des Köpenicker Rathauses zu ihrer letzten Sitzung zusammen.
2001 - 1. Januar
Die bisherigen Bezirke Treptow und Köpenick bilden einen gemeinsamen Verwaltungsbezirk.
2001 - 19. April
DEGEWO und KÖWOGE legen den Grundstein für das neue Wohngebiet in Hessenwinkel( West).